Wohlfühllicht mit LED

„Ich möchte gerne auf LED umsteigen – welche Lampen soll ich nehmen?“ Das höre und lese ich oft in letzter Zeit. Mit dem Verschwinden der Glühlampen und bald auch der meisten Halogenlampen wächst der Wunsch, schönes und energiesparendes Licht mit neuester LED-Technik ins eigene Zuhause zu holen. In diesem Artikel werden verschiedene Wege zum eigenen Lichtdesign mit LED, aktuelle Technik und Leuchtenbeispiele gezeigt.

LED-Licht: einige Grundlagen

Vorneweg ein paar Basics, die es für wohnliches Licht immer zu beachten gilt. Gutes Licht sollte nach den drei Minimalkriterien Lichtfarbe, Farbwiedergabe und Lichtstrom ausgewählt werden.

Lichtfarbe

Weißes LED-Licht entsteht durch das Zusammenwirken von blauer LED und Leuchtstoff. Die Technik für beide Bestandteile ist komplex, wodurch alle möglichen Lichtfarben, schöne und nicht so schöne entstehen können. Für den Wohnbereich hat sich in unseren Breiten warm-weißes Licht mit einer Lichtfarbe zwischen 2700 Kelvin und 3000 Kelvin durchgesetzt. 2700 Kelvin entsprechen der eher gelblicheren, vom Farbton wärmeren Glühlampe. 3000 Kelvin ist die Lichtfarbe, wie sie von Halogenlampen bekannt ist, auch dieser Farbton wird als warm-weiß bezeichnet. Vor dem Kauf einer LED-Lampe oder Leuchte sollte die Lichtfarbe überprüft werden. Mindestens eine Angabe „warm-weiß“ sollte es sein, besser wäre die präzisere Kelvin-Angabe. Findet sich nur die Angabe „weiß“, so kann dies alles bedeuten, auch ein sehr kaltes und bläuliches Weiß.

Farbwiedergabe

Der Farbwiedergabeindex (abgekürzt CRI) drückt aus, wie natürlich die unterschiedlichen Farben von Gegenständen  bei Beleuchtung erscheinen. Je höher der Wert (max. 100), umso besser ist die Farbwiedergabe. Das ist besonders wichtig bei Lebensmitteln, daher sind in der Küche und am Esstisch die Anforderungen mit einem CRI 90 bis 100 am höchsten. Für den restlichen Wohnbereich ergibt ein CRI von 80 bis 85 angenehmes Licht. LED-Lampen enthalten immer eine Angabe zur Farbwiedergabe. Auch bei LED-Leuchten sollte darauf geachtet werden, ob die Farbwiedergabe zum Wohnraum passt. Von einer Farbwiedergabe 70 oder 75 ist in Wohnräumen abzuraten, hier wäre die Enttäuschung über fahles Licht vorprogrammiert.

Lichtstrom

Der Lichtstrom (Einheit Lumen) gibt an, wie viel Licht von der Lampe abgegeben wird. Er gibt nicht an, wie das Licht verteilt wird, also ob es in einem engen Kegel wie bei einem Spot oder breit abstrahlend wie bei einer Glühbirne abgestrahlt wird. Da viele im Moment noch sehr mit den Helligkeiten der Glühlampen vertraut sind, hier einige Vergleichswerte:

  • 40-Watt Glühbirne:    350 bis 390 Lumen
  • 60-Watt Glühbirne:    590 bis 650 Lumen
  • 100-Watt Glühbirne: 1100 bis 1250 Lumen

Wer Halogenlampen zum Vergleich heranziehen will, nimmt den Wert der Halogenlampenleistung in Watt und multipliziert ihn mit 15, das ergibt den Lichtstrom in Lumen. Zusätzlich geben die Lichtdesigns der verschiedenen Räume hier in der Lichtdesign Galerie eine gute Orientierung, welcher Lichtstrom für die gezeigten Raumgrößen erforderlich ist. Tendenziell sind unsere Wohnungen eher zu dunkel als zu hell, hier lohnt sich also der Blick auf den Lichstrom für ein gut beleuchtetes Zuhause.

Viele Wege zu schönem LED-Licht

Wer sich LED-Licht zulegen will, sollte überlegen, ob die alten Leuchten bleiben sollen und ob es noch Stellen in der Wohnung gibt, die besser oder einfach anders beleuchtet werden sollten. Schauen Sie sich kritisch die am meisten genutzten Bereiche und auch die Laufwege an. Wo stört schon lange eine zu schlechte Beleuchtung? Worauf haben Sie noch nie geachtet oder sich daran gewöhnt? Wie hätten Sie die Beleuchtung gerne, wenn Sie sich neu einrichten würden? Achten Sie einmal bewußt auf die Beleuchtung in privaten und öffentlichen Räumen, die ihnen gefallen und in denen Sie sich wohlfühlen. Holen Sie sich Anregungen in Magazinen, im Internet und in den Lichtdesigns und Leuchtentipps hier in der Lichtdesign Galerie.

Der Königsweg: LED-Leuchten

Der beste Weg zu gutem LED-Licht in der Wohnung führt über LED-Leuchten. LED als lichterzeugende Elemente unterscheiden sich so stark von den Glüh- oder Halogenlampen, dass eine wirklich gute Leuchte mit LED von Grund auf neu entworfen werden muss.  Bereits seit einigen Jahren gibt es diesen Trend bei den Leuchtenherstellern und die LED-Leuchten sind mittlerweile den Kinderschuhen entwachsen. Sie sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch funktionell und energietechnisch auf der Höhe der Zeit. So löst z.B. eine LED-Leuchte das Thema Dimmen für Sie. Auch die Lichtverteilung ist durch die Leuchte vorgegeben, Sie können im Vorhinein bewerten, ob die Lichtverteilung zu Ihrem Raum passt.

Gleich LED-Leuchten zu verwenden, ist sicher der Königsweg bei Neubau, Renovierung oder Umzug. Aber auch wenn die bestehende Beleuchtung überdacht wird, sollten Sie ruhig andenken, LED-Leuchten zu wählen. Da LED sehr lange leben, muss das Leuchtmittel nicht zwingend austauschbar sein, manche Leuchtenhersteller bieten Austauschlösungen an. Eher werden wir in Zukunft alle 15 bis 20 Jahre neue Leuchten kaufen, so wir es heute auch schon tun, nur dass in der Zwischenzeit keine Lampen mehr gewechselt wurden. Umso wichtiger ist die Auswahl einer schönen und passenden Leuchte mit Hilfe der angegebenen Kriterien.

Zum Ausprobieren und für die vertrauten Leuchten: LED-Lampen

Wer noch nie LED-Licht in der Wohnung hatte und unsicher ist, kann mit LED-Lampen experimentieren. Vor allem für Leuchten, die bleiben sollen, weil es sich um Designklassiker handelt oder man sie einfach liebgewonnen hat, sollten gute LED-Lampen beschafft werden. Auch günstige kleine Leuchten wie Klemmleuchten oder mobile Leuchten wie Tisch- oder Stehleuchten können beim Einstieg und Vertrautwerden mit LED helfen. Grundsätzlich ist die Auswahl einer LED-Lampe für eine schöne Beleuchtung eher schwieriger als bei einer LED-Leuchte. Wer Dimmer installiert hat, muss beim Kauf der Lampe darauf achten, ob sie dimmbar ist und ob der Dimmer in der eigenen Wohnung zur Lampe passt. Darüber hinaus beeinflusst die Lichtverteilung der Lampe auch die Beleuchtung durch die Leuchte. Während Glühlampen das Licht in alle Richtungen abstrahlen, ist das bei den meisten LED-Lampen nicht so, zumindest gibt es große Unterschiede.

Generell sind bereits gute LED-Lampen erhältlich, die technische Entwicklung geht aber noch weiter. Die Helligkeiten und Energieeffizienzen steigen noch weiter. Nicht so rasant, dass Sie noch abwarten müssten, aber doch so, dass immer die neuesten und damit die besten Lampen auch am teuersten sind. Zum Herbst bringen alle Hersteller die neuesten Lampengenerationen auf den Markt. Die Produkte vom Vorjahr gibt es dann immer noch, die Preise dafür wurden in den letzten Jahren nach dem Erscheinen der neuesten Generation stark gesenkt. Die besten Vergleiche für LED-Lampen veröffentlicht die Stiftung Warentest, ganz aktuell wieder in der Mai-Ausgabe 2013. Auch die Bewertungen durch Nutzer im Internet sind hilfreich.

LED-Lampe

Aktuelle Technik und Beispiele

LED sind sehr kleine Bauteile. Für die Beleuchtung eines Raums, oder eines Teils davon, werden mehrere LED benötigt. Je nach gewünschter Lichtverteilung werden die LED dazu großflächig kombiniert, wenn eine breite Abstrahlung über eine große Fläche erreicht werden soll. Oder sie werden dicht zueinander angeordnet, wenn wie für Spots eine Abstrahlung in einem engen Winkel gewünscht ist oder es sich um eine kleine Leuchte handelt.

Viele LED großflächig angeordnet

Im Beitrag zur Küchenbeleuchtung wurden bereits LED-Leuchten gezeigt, die großflächig und breit abstrahlen wie die Leuchte Supernova XS von Deltalight oder die Leuchte DISC-O von XAL. Auf der Kreisfläche mit einem Durchmesser von 260 mm sind bei der Supernova XS mehrere LED gleichmäßig verteilt, das Ergebnis ist eine homogen leuchtende Fläche. Nach demselben Prinzip sind Leuchten wie die DISC-O aufgebaut, die es in unterschiedlichen Durchmessern und Leistungen gibt, dasselbe gilt für Leuchten anderer Hersteller.

Supernova XS von Delta Light
Supernova XS von Deltalight

Leuchte DISC-O von XAL
DISC-O von XAL, copyright by XAL

Auch bei ringförmigen oder linearen Strukturen befinden sich bei großen Abmessungen immer eine Vielzahl von LED in der Leuchte. Dem Können des Leuchtendesigners ist es zu verdanken, wenn das Ergebnis eine sehr gleichmäßige Beleuchtung ergibt und die einzelnen LED nachträglich nicht mehr erkennbar sind. Ein sehr schönes und energieeffizientes Beispiel hierfür ist die Stehleuchte Claesson Koivisto Rune w126 von der Firma Wästberg. Ihr direktes und indirektes Licht wird dank kreisförmig angeordneter LED mit Linsen auf einer großen Fläche abgestrahlt. Bemerkenswert ist die hohe Effizienz der Leuchte mit 118 Lumen / Watt.

LED-Stehleuchte von Wästberg
Stehleuchte Claesson Koivisto Rune w126 von der Firma Wästberg; copyright by Wästberg

Auch Wandleuchten mit indirektem Licht wie die Leuchte A-FOUR von STENG LICHT oder Origami von VIBIA verwenden mehrere LED, gleichmäßig am Umfang der Leuchte verteilt und indirekt an die Wand strahlend.

Wandleuchte A-FOUR
Wandleuchte A-FOUR von STENG LICHT; copyright by STENG LICHT

Origami von VIBIA
Wandleuchte Origami von VIBIA; copyright by VIBIA

Viele LED auf kleiner Fläche und Multichip-LED für Spots und Downlights

Wenn für eine kleine Leuchte viele LED eng zusammenrücken, wird die Aufgabe für den Leuchtendesigner anspruchsvoll, weil er neben der gleichmäßigen Ausleuchtung auch darauf achten muss, dass es keine Mehrfachschatten gibt. Gut gelöst ist dies z.B. bei der Leuchte Sempé von Wästberg, die sich mit einer sehr guten Farbwiedergabe auch für Esstische eignet.

LED-Leuchte Sempe von Wästberg
Pendelleuchte Sempé von Wästberg; copyright by Wästberg

Die neueste und vielversprechendste LED-Art für kleine Leuchten, Spots und Downlights sind die sogenannten Multichip-LED. Dabei wurden statt viele LED nebeneinander zu setzen noch im Herstellprozess mehrere Halbleiterchips auf eine kleine Fläche platziert und dann erst die LED fertiggestellt. Das Ergebnis ist eine kreisförmige gelbe Fläche mit einem Durchmesser von je nach Leistung etwa 1-2 cm, die gleichmäßig strahlt. Alle Strahler, Leuchten oder auch LED-Lampen, die solche LED enthalten sind sehr zu empfehlen. Mehrfachschatten gibt es nicht und es fällt dem Leuchtendesigner leichter, eine schöne und gleichmäßige Ausleuchtung zu erreichen.

Diese Art von LED sind bereits in vielen Leuchten zu finden, wie bei der Schreibtischleuchte Winkel w127 von Wästberg oder der Leuchte Otto Watt von LUCEPLAN. Auch viele Strahlerleuchten wie die hier bereits gezeigte BOXY L+ LED 83033 von Deltalight verwenden derartige LED. Leider gibt es keine einheitliche Bezeichnung für diese Art von LED, am eindeutigsten erkennbar sind sie durch das Aussehen der LED selbst, wie in der Abbildung der Winkel w127 mit Blick auf die Multichip-LED. LED-Lampen als Halogen-Spot-Ersatz mit dieser Technik sind noch sehr selten, werden aber einen deutlichen Fortschritt für die Lichtqualität dieser LED-Spots bringen, es lohnt sich, danach Ausschau zu halten.

LED-Leuchte Winkel von Wästberg
Tischleuchte Winkel w127 von Wästberg; copyright by Wästberg

Winkel w127 von Wästberg
Tischleuchte Winkel w127 von Wästberg mit Blick auf die Multichip-LED; copyright by Wästberg

Otto Watt von LUCEPLAN
Tischleuchte Otto Watt von LUCEPLAN; copyright by LUCEPLAN

Deckenleuchte Boxy LED von Delta Light
BOXY L+ LED 83033 von Deltalight

 

 


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