LED Licht soll in die Wohnung einziehen. Moderne, schöne und angenehme Beleuchtung ist gefragt. Bei der Überlegung, wie das aussehen kann, kommen viele auf Bekanntes zurück und wünschen sich LED Strahler. So wie Halogenstrahler über viele Jahre das Lichtdesign geprägt haben, haben wir uns daran gewöhnt und möchten dasselbe eben nur mit der modernen LED-Technik.

Strahler in der Wohnung

Die Halogenstrahler gibt es noch bis Ende 2016 in Niedervolt- oder in Hochvolttechnik (Siehe auch „Lichttechnik- was kommt, was bleibt?“). Die meist verwendeten Sockeltypen sind GU10 für Hochvolt-Halogenstrahler und GU4 für Niedervolt-Halogenstrahler. Alle diese Strahler geben gerichtetes Licht in einem engen Spot ab. Je größer der Abstrahlwinkel des Strahlers, umso größer ist der beleuchtete Spot. Die meisten Strahler haben einen Abstrahlwinkel zwischen 20 und 40°, maximal gibt es Strahler mit 60°. Die Leistung der Halogenstrahler liegt zwischen 20 und 50 Watt, damit wird ein Lichtstrom von etwa 230 bis max. 770 Lumen erzeugt.

Diese Strahler eignen sich vor allem zur Beleuchtung von Wänden, Arbeitsflächen oder Regalen, indem das Objekt direkt angestrahlt wird. Weniger geeignet sind diese Strahler für die Allgemeinbeleuchtung eines Raums, weil sie das Licht in einem vergleichsweise engen Kegel abstrahlen und Wände, Fußboden oder Zimmerdecke außerhalb dieses Kegels kein Licht erhalten und damit dunkel bleiben. Für die Allgemeinbeleuchtung sollte die Abstrahlung mindestens 90°, besser 100° oder 120° betragen. Viele Leuchten lösen die Aufgabe, eine für die Allgemeinbeleuchtung geeignete breite Lichtverteilung zu erzeugen, die klassischen Strahler eignen sich dafür nur bei sehr kleinen Räumen oder engen Fluren.

Hier einige Beispiele zur Verwendung von Strahlern, z.B. zur Beleuchtung der Küchenarbeitsfläche

Allgemeinbeleuchtung Küche mit LEDAllgemeinbeleuchtung Küche FalschfarbenFalschfarbenskala 800 Lux
Detailliertes Lichtdesign im Artikel „Wohnküche“

oder zur Schrankbeleuchtung im Schlafzimmer

Lichtdesign Schlafzimmer FalschfarbenFalschfarbenskala max. 400 Lux
Detailliertes Lichtdesign im Artikel „Schlafzimmer“

Strahler mit LED-Technik

Mit der LED-Technik gibt es nun im Vergleich zu den herkömmlichen Halogenstrahlern deutlich mehr Möglichkeiten. So ist es wegen der langen Lebensdauer der LED Beleuchtung von 20.000 bis 40.000 Stunden (Halogenstrahler haben eine Lebensdauer von 2.000 bis 4.000 Stunden) nicht mehr zwingend erforderlich, eine Lampe zum Wechseln zu verwenden. Die Hersteller bieten viele LED-Leuchten an, bei denen das Leuchtmittel nicht mehr getauscht werden kann und auch nicht muss. Und es gibt kleine Leuchten mit engen und auch sehr weiten Abstrahlwinkeln. Besonders die breite Abstrahlung eignet sich im Unterschied zu den Halogenstrahlern sehr gut für die Allgemeinbeleuchtung.

Das zeigt sich an diesem Beispiel eines Wohnungsflurs, ausgestattet mit breit abstrahlenden LED-Strahlern:

Licht im FlurLicht im Flur in FalschfarbenFalschfarbenskala max. 1000 Lux
Detailliertes Lichtdesign im Artikel „Wohnungseingang“

Allerdings existiert diese große Auswahl an Strahlern als Einbau- oder Aufbauleuchten, mit enger oder breiter Abstrahlung und mit geringem bis zu hohem Lichtstrom nur für LED-Leuchten, nicht für LED-Spots. Die LED-Spots mit GU10 oder GU4-Sockel, die Sie in Ihre bestehende Leuchte, das Schienen- oder Seilsystem einbauen können, orientieren sich an den Standard-Halogenstrahlern, schließlich sollen sie genau diese ersetzen. Damit sind die Abstrahlwinkel und auch die Lichtleistung begrenzt.

Wenn Sie jetzt für Zuhause LED-Spots suchen, stellt sich zuerst die Frage, ob eine bestehende Leuchte oder Fassungen z.B. in der Decke bleiben sollen oder Sie ohnehin eine neue Leuchte suchen, weil Sie umziehen oder renovieren.

Die große Auswahl bei neuen Leuchten

Falls Sie eine neue Leuchte suchen und auch keine bestehenden Einbauleuchten in der Decke haben, ist die beste Wahl, gleich eine passende LED-Leuchte auszuwählen. Dann sollten Sie sich vor allem an der Beleuchtungssituation und der Größe des Zimmers orientieren und dazu passend eine breite Abstrahlung für die Allgemeinbeleuchtung oder enge Abstrahlung zur Beleuchtung von Wänden oder Arbeitsflächen z.B. in der Küche verwenden. Anregungen und Orientierungshilfen für die passende Lichtmenge bei unterschiedlichen Zimmergrößen finden Sie in den Lichtdesigns hier in der Lichtdesigngalerie.

Experimentieren beim Austausch der Halogenspots durch LED-Spots

Sollen die Leuchten, Schienen- oder Seilsysteme bleiben und nur die Lampen durch LED-Spots ausgetauscht werden, müssen Sie etwas experimentieren. Am einfachsten sind noch Hochvolt-Systeme. Hier gibt es keinen Trafo, der stören könnte. Alle LED-Lampen enthalten Elektronik im Sockel, die je nach Design mit der sonstigen Elektronik im System wie z.B. Dimmern oder Trafos bei Niedervolttechnik mehr oder weniger störungsfrei harmoniert.

Sie sollten sich am Lichtstrom und Abstrahlwinkel Ihrer alten Halogenspots orientieren und ähnliche LED-Spots mit demselben Sockel heraussuchen, um eine ähnliche Beleuchtung zu erreichen. Sie finden Angaben dazu auf der Lampe oder auf den Internetseiten der Hersteller. Achten Sie außerdem auf die Lichtfarbe der LED-Spots, die zwischen 2700 Kelvin (ähnlich einer Glühlampe) und 3000 Kelvin (ähnlich einer Halogenlampe) liegen sollte und auf die Farbwiedergabe, die mit CRI oder Ra bezeichnet wird. Die Farbwiedergabe sollte für die Beleuchtung über Küchenarbeitsflächen und am Esstisch CRI 90 betragen, für alle anderen Wohnbereiche reicht CRI 80 aus. Wenn Sie sich jetzt für einen bestimmten Typ LED-Spots entscheiden, sollten Sie ihn auch gleich ausprobieren und falls es zu störenden Geräuschen oder Flackern durch nicht kompatible Elektronik kommt, sofort umtauschen. Gerade bei Niedervolt-Systemen kann einiges Ausprobieren erforderlich sein.

Die wichtigsten Informationen beim Austausch von Halogenspots durch LED-Spots:

Sockel wie die vorhandenen Halogenspots, meist GU10 bei Hochvolttechnik (230V) oder GU4 bei Niedervolttechnik (12V)
Lichtfarbe warmweißes Licht:
3000 Kelvin (ähnlich einer Halogenlampe) oder 2700 Kelvin (ähnlich einer Glühlampe)
Lichtstrom auf der Halogenspot-Verpackung nachsehen oder überschlägig mit 10-15 Lumen pro Watt der Halogenspots auf den erforderllichen Lichtstrom in Lumen der LED-Spots umrechnen.
Abstrahlwinkel wie bei den vorhandenen Halogenspots, damit das Beleuchtungsergebnis vergleichbar bleibt
Farbwiedergabe CRI / Ra mindestens 80 für alle Wohnräume, mindestens 90 zur Beleuchtung von Lebensmitteln in der Küche oder am Esstisch

Kompromisse bei Lichtfarbe oder Farbwiedergabe und damit der Qualität des Lichts zugunsten eines niedrigen Preises, sollten im Wohnbereich nicht eingegangen werden. Vor allem weil auch die LED-Lampen mit nicht so schönem Licht sehr lange halten und sie mit 10 bis 20 Jahren unschönem Licht bestraft werden.










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