Lichtdesign für ein kombiniertes Wohn- Esszimmer

Schönes und funktionelles Licht für ein 32,5 qm großes Wohnzimmer mit Essbereich steht im Mittelpunkt dieses Artikels. Durch eine große Fensterfront zum Balkon hin und die beiden Türen zum Flur und der angrenzenden Küche sind die Laufwege definiert. Es bleibt genügend Raum für einen großen Esstisch, Geschirrschränke, eine Sofaecke und ein Regal bzw. eine Medienwand. Neben den üblichen Anforderungen für die Lichtplanung habe ich mir eine in Mietwohnungen häufig vorkommende Situation angesehen: der Mangel an Installationsmöglichkeiten. Auch bei einem so großen Zimmer dürfte die Standardausstattung aus zwei Stromauslässen an der Decke bestehen. Ungefähr dort, wo der Esstisch neben der Tür zur Küche seinen angestammten Platz haben wird und etwa in der Mitte des Wohnbereichs zum Balkon hin. Dazu passend wurden geeignete Leuchten für Esstisch und Wohnzimmerdecke gewählt und mit Steh- und Tischleuchten kombiniert. Für die Steh- und Tischleuchten sind Steckdosen erforderlich, aber eben keine bereits verlegten Kabel wie für Wandleuchten.

Raumgröße und Simulation

Raumhöhe 2,4 m bis 2,8 m
Abmessungen 5,0 m x 6,5 m mit 2 Türen zum Flur und zur Küche

Grundriss Wohn- Esszimmer

Die Lichtplanung für das kombinierte Wohn-Esszimmer beginnt mit einer 3D-Modellierung, in die passende Leuchten gesetzt werden. Mit Hilfe einer Simulation wird errechnet, wie sich das Licht im Raum verteilt. Um die Lichtmenge bzw. die Helligkeit im Raum zeigen zu können, werden Falschfarbenbilder verwendet. Sie liefern mit Hilfe einer beigestellten Skala eine Vorstellung, wie hell es bei den einzelnen Lichtszenarien in den unterschiedlichen Raumbereichen jeweils sein wird. Damit lässt sich abschätzen, ob eine Leuchte zu viel oder zu wenig Licht liefert und ob die Lichtverteilung ein stimmiges Lichtdesign ergibt. Ich zeige hier die Ergebnisse für die gewählte Variante der Lichtplanung und die zugehörigen Leuchten und erkläre, worauf geachtet werden sollte.

Lichtdesign Wohn- Esszimmer, alles anLichtdesign Wohn- Esszimmer, alles an in FalschfarbenFalschfarbenskala max. 400 Lux
Lichtszenario „alle Leuchten an“ in Normalansicht und als Falschfarbenbild

Inneneinrichtung mit Licht im Wohn- Esszimmer

Licht als Teil der Inneneinrichtung rundet ein gelungenes Einrichtungsdesign ab. Wird die Beleuchtung nicht als integraler  Teil gesehen, ergibt dies meist zu dunkle, eher unangenehme abendliche Räume. Als Wohlfühlfaktor ist das Lichtdesign von großer Bedeutung. Dabei geht es um die Lichtverteilung und natürlich auch um den Stil und das Design der Leuchte, der mit der Einrichtung harmonieren sollte. Ein großer Raum wie das Wohn- Esszimmer erfordert mehrere unterschiedliche Lichtquellen, die miteinander zu Szenarien kombiniert werden können. Dadurch wird für jede Nutzung das passende Wohlfühllicht kreiert.

Anforderungen

  • Allgemeinbeleuchtung: 100 – 200 Lux, CRI 80
  • Lesen: mind. 500 Lux, im Hintergrund 100-150 Lux, CRI 80
  • Fernsehen: 100 Lux, im Hintergrund 30-50 Lux, CRI 80
  • Plausch auf dem Sofa: 50-100 Lux, CRI 80
  • Esstisch: ca. 200 -300 Lux, CRI 90 oder größer,
    Hintergrund im unmittelbaren Essbereich ca. 150 – 200 Lux, im Raumhintergrund ca. 50 Lux, CRI 80
  • Lichtfarbe: nach Geschmack, meist warm-weiß (ca. 3000K)

Die Einheit Lux (lx) bezeichnet die Beleuchtungsstärke, die auf einer Fläche erreicht wird. Je größer der Wert, desto heller ist die Fläche.
CRI steht für Farbwiedergabeindex und sagt aus, ob Farben möglichst echt und natürlich wiedergegeben werden. Je höher der Wert, desto besser ist die Farbwiedergabe.
Die Einheit Kelvin (K) bezeichnet als Farbtemperatur die Lichtfarbe. Je höher der Wert, desto kälter (tageslichtähnlicher) ist das Licht.

Beim Lichtdesign sollte neben der funktionellen Bedeutung des Lichts auch auf unterschiedliche Arten von Lichtverteilungen geachtet werden. Nur diffuses Licht im Raum würde sehr unangenehm, eher steril wirken. In Kombination mit gerichtetem Licht, helleren und dunkleren Bereichen im Raum ergibt sich eine angenehme Spannung, die wesentlich zur Rauminszenierung beiträgt. Darüber hinaus sollte der Raum immer aus den unterschiedlichen Blickrichtungen betrachtet werden. An einem freistehenden Tisch blickt jeder Gast aus einem anderen Winkel in den Raum und sollte doch jeweils die richtige, angenehme Hintergrundbeleuchtung geboten bekommen.

Lichttechnik 

Für Wohnräume eignen sich drei Arten von Lichttechnik:

  • Halogen
  • LED-Licht
  • Energiesparlampe / Leuchtstofflampe

Details finden Sie in einem separaten Artikel zur Lichttechnik und einem Überblick über aktuell und zukünftig verfügbare Lampen.

Für das kombinierte Wohn- Esszimmer wurden alle drei Lichttechnikarten verwendet. Halogenlicht ist aktuell noch der Favorit für schönes Wohnlicht, doch aufgrund der schlechten Energieeffizienz werden die Lampen in den nächsten Jahren nach und nach verboten, einige wenige Halogenlampen bleiben langfristig erhalten. Ich wähle immer entsprechende Leuchten aus, deren Lampen es auch langfristig geben wird. Die meisten in diesem Lichtdesign verwendeten Leuchten enthalten Standardsockel, die mit unterschiedlichen Techniken (Halogen-, LED-, Energiesparlampe) bestückt werden können.

Bei der Farbwiedergabe ist besonders der Esstisch von Bedeutung. Immer wenn Lebensmittel beleuchtet werden, sollte das Licht einen möglichst natürlichen Farbeindruck ermöglichen, damit Tomaten auch wirklich rot und der Salat saftig grün statt blass bräunlich oder bläulich aussieht. Die Lichtfarbe ist eher eine Frage des Geschmacks, in unseren Breiten ist warm-weißes Licht üblich. Innerhalb eines Raums, am besten sogar in der gesamten Wohnung sollte die Lichtfarbe einheitlich sein, um keine unangenehmen Farbeindrücke zu erhalten. Dies kann auch bei Verwendung unterschiedlicher Lichttechniken im Raum erreicht werden, wenn immer eine warm-weiße Lichtfarbe gewählt wird. Bei Halogenlampen sind Lichtfarbe und Farbwiedergabe durch die Lichttechnik definiert, bei den beiden anderen, LED und Energiesparlampe, muss beim Kauf darauf geachtet werden, welche Lichtfarbe und Farbwiedergabe in die Wohnung kommt. Dabei ist auf die Angabe 830, 827, 930 oder 927 zu achten. Diese befindet sich auf der Verpackung und bedeutet: 8XX für Farbwiedergabe CRI 80, 9XX für Farbwiedergabe CRI 90, X30 für Lichtfarbe 3000 Kelvin, X27 für Lichtfarbe 2700 Kelvin.

Lichtszenarien

Anhand der Lichtszenarien wird die Lichtwirkung im Raum erkennbar. Je nach Nutzung werden alle oder nur Teile der Leuchten angeschaltet. Dabei ist die Lichtverteilung auf den Möbeln, z.B. dem Esstisch, dem Fußboden, aber auch den Wänden und der Zimmerdecke für den Raumeindruck von Bedeutung.

In diesem Wohn- Esszimmer wurde eine normale Mietwohnung simuliert, mit nur zwei Installationsmöglichkeiten für Deckenleuchten im Raum. Gerade am Esstisch sollte nicht nur der Tisch selbst ausreichend hell sein, auch das Umfeld, also der umgebende Raum und die Wände sollten für ein angenehmes Raumgefühl und ein entspanntes Abendessen angemessen beleuchtet sein. Am besten eignet sich in so einem Fall eine Esstischleuchte, die sowohl Licht nach unten auf den Tisch, aber auch nach oben an die Decke abstrahlt und damit schon einmal einen wichtigen Teil zur Grundbeleuchtung liefert. Das Licht an der Decke hebt den Raum optisch an und es wird diffus reflektiert, es landet also wieder ein Teil des Lichts von der Decke im umgebenden Raum. Sehr gut erkennbar wird dies in den nächsten Bildern an dem grünlich-gelben Fleck an der Decke über der Esstischleuchte. Als Ergänzung zur reinen Esstischbeleuchtung sind zwei Tischleuchten auf den beiden Sideboards platziert. Sie verstärken mit ihrem gerichteten Licht, das jeweils die Wand stellenweise erhellt, den Raumeindruck und stellen eine gute Ergänzung zum diffus reflektierten Licht von der Decke dar.

Lichtdesign Wohn- EsszimmerLichtdesign Wohn- Esszimmer alles an, FalschfarbenFalschfarbenskala max. 400 Lux
Lichtszenario „alle Leuchten an“ am Esstisch

Die Esstischleuchte leistet wirklich sehr gute Dienste. Sie schafft es, den Raum angenehm zu beleuchten wie im vorangegangenen Bild gezeigt, und gleichzeitig den 1,8m x 0,8m großen Tisch sehr gut zu beleuchten. Das zeigen die nächsten Bilder mit Blickrichtung vom Tisch ins Wohnzimmer.

Lichtdesign Wohn- Esszimmer, vom Esstisch ausLichtdesign Wohn- Esszimmer, vom Esstisch aus in FalschfarbenFalschfarbenskala max. 400 Lux
Lichtszenario „alle Leuchten an“, vom Esstisch in den Raum blickend

Lichtdesign Wohn- Esszimmer, Beleuchtung beim EssenLichtdesign Wohn- Esszimmer, Beleuchtung beim Essen in FalschfarbenFalschfarbenskala max. 400 Lux
Lichtszenario „Beleuchtung beim Essen“

Im Lichtszenario „Beleuchtung beim Essen“ wurden folgende Leuchten angeschaltet simuliert: die Esstischleuchte, die beiden Tischleuchten, die Stehleuchte neben dem Regal und die beiden Klemmleuchten am Regal. Im Vergleich zum Szenario „alle Leuchten an“ sieht man sehr gut, dass die Grundhelligkeit etwas sinkt, wenn die Deckenleuchte im Wohnzimmer keinen Beitrag mehr leistet. Gleichzeitig sieht man auch, wie wichtig gerade die Tischleuchten sind, um ausreichend Hintergrundhelligkeit beim Essen zu haben und ein angenehmes Raumgefühl zu erreichen.

Lichtdesign Wohn- Esszimmer, Beleuchtung beim Essen, Blickrichtung ins WohnzimmerLichtdesign Wohn- Esszimmer, Beleuchtung beim Essen in FalschfarbenFalschfarbenskala max. 400 Lux
Lichtszenario „Beleuchtung beim Essen“, Blick ins Wohnzimmer

Die umgekehrte Blickrichtung zeigt die Bildgruppe „Lichtszenario „Beleuchtung beim Essen“, Blick ins Wohnzimmer“. Auch hier sind wieder die Deckenleuchte im Wohnzimmer und die Stehleuchte neben dem Sofa ausgeschaltet. Wem am Tisch sitzend die Sofaecke zu dunkel erscheint, nimmt einfach die Stehleuchte noch dazu. Hieran sieht man auch, wie einfach bei mehreren Leuchten durch das Anschalten z.B. von der Stehleuchte neben dem Sofa nach individuellem Empfinden das Lichtdesign angepaßt werden kann.

Lichtdesign Wohn- Esszimmer, nur mit WohnzimmerleuchteLichtdesign Wohn- Esszimmer, nur mit Wohnzimmerleuchte in FalschfarbenFalschfarbenskala max. 400 Lux
Lichtszenario „Wohnzimmerleuchte“

Nachdem das kombinierte Wohn- Esszimmer auch ein Durchgangszimmer auf dem Weg vom Flur in die Küche ist, wollte ich die Grundbeleuchtung sehen, wenn man vom Einkaufen nach Hause kommt und erst einmal in die Küche will. Welche Leuchten sollten angeschaltet werden, um genügend Licht zur Orientierung zu haben? Im Szenario „Wohnzimmerleuchte“ ist nur die Deckenleuchte im Wohnzimmer an. Dabei bleibt der Bereich um den Tisch und zwischen den Türen sehr dunkel. Daher sollten eher beide Leuchten, die Esstischleuchte und die Wohnzimmerleuchte, wie im nächsten Bild dargestellt, angeschaltet werden, um eine gute Orientierung im Raum zu ermöglichen.

Lichtdesign Wohn- Esszimmer, AllgemeinbeleuchtungLichtdesign Wohn- Esszimmer, Allgemeinbeleuchtung in FalschfarbenFalschfarbenskala max. 400 Lux
Lichtszenario „Esstisch- und Wohnzimmerleuchte“

In den nächsten Bildern steht das Wohnzimmer im Mittelpunkt. Einmal anhand des Lichtszenarios „alle Leuchten an“ auf das Wohnzimmer von der Tür aus blickend. Und mit demselben Lichtszenario vom Sofa aus gesehen. Dies soll einen Eindruck vermitteln, wie hell die hellste Beleuchtung ausfällt. Häufig wird dann das Saubermachen oder das Suchen von Gegenständen genannt. Aber auch wenn Ihre Kinder auf dem Fußboden ein Puzzle auslegen wollen oder Sie am Sofa sitzend in einem Magazin blättern wollen, ist eine höhere Helligkeit erforderlich als beim Plausch auf dem Sofa. Auch hier ist die Flexibilität mehrerer Leuchten und ihre Kombination unschlagbar für jedes wohnliche Lichtdesign. Die Leseleuchte liefert die ausreichende Helligkeit unmittelbar beim Lesen, während die Deckenleuchte und die Stehleuchte für die Grund- und Hintergrundbeleuchtung sorgen. Als Alternative zu Wandleuchten habe ich einfach an Steckdosen anschließbare Klemmleuchten am Regal befestigt. Sie strahlen nach oben, sind aber in alle Richtungen schwenkbar und könnten auch auf das Regal selbst oder den Wandbereich neben dem Regal gerichtet werden.

Lichtdesign Wohn- Esszimmer, von der Türe aus gesehenLichtdesign Wohn- Esszimmer, von der Türe aus in FalschfarbenFalschfarbenskala max. 400 Lux
Lichtszenario „alle Leuchten an“, Blick ins Wohnzimmer

Lichtdesign Wohn- Esszimmer, vom Sofa ausLichtdesign Wohn- Esszimmer vom Sofa aus, FalschfarbenFalschfarbenskala max. 400 Lux
Lichtszenario „alle Leuchten an“, vom Sofa

Auch beim Fernsehen sollte eine ausreichende Helligkeit im Raum gegeben sein. Fernsehen im Dunkeln ermüdet die Augen sehr stark und ist daher nicht zu empfehlen. Für das Szenario „Fernsehen“ wurden die Deckenleuchte im Wohnzimmer, die Stehleuchte neben dem Regal, die beiden Klemmleuchten am Regal und die beiden Tischleuchten im Esszimmer angeschaltet simuliert.

Lichtdesign Wohn- Esszimmer, Beleuchtung beim FernsehenLichtdesign Wohn- Esszimmer, Beleuchtung beim Fernsehen in FalschfarbenFalschfarbenskala max. 400 Lux
Lichtszenario „Fernsehen“

Hält man sich hauptsächlich im Wohnzimmer auf, wird die Esstischleuchte wohl ausgeschaltet werden. Wie sich dann das Wohnzimmer präsentiert, zeigen die nächsten Bilder zum Szenario „ohne Esstischleuchte“. Für dieses Szenario sind alle Leuchten an, nur die Esstischleuchte und die Leseleuchte bleiben ausgeschaltet.

Lichtdesign Wohn- Esszimmer, Beleuchtung ohne EsstischleuchteLichtdesign Wohn- Esszimmer, Beleuchtung ohne Esstischleuchte in FalschfarbenFalschfarbenskala max. 400 Lux
Lichtszenario „ohne Esstischleuchte“, vom Sofa

Lichtdesign Wohn- Esszimmer, Beleuchtung ohne EsstischleuchteLichtdesign Wohn- Esszimmer, Beleuchtung ohne Esstischleuchte in FalschfarbenFalschfarbenskala max. 400 Lux
Lichtszenario „ohne Esstischleuchte“, vom Lesesessel

Leuchten für das Wohn- Esszimmer

In diesem Abschnitt werden die in der Simulation verwendeten Leuchten mit den wichtigsten Daten gezeigt. Wie Sie das Lichtdesign auf Ihre Wohnung übertragen können, zeigt der nächste Absatz.

Bei der Auswahl der Leuchten habe ich mir bei der Lichtplanung die eingangs erwähnte Einschränkung auferlegt, von nur zwei Deckenauslässen auszugehen. Besonders wichtig war mir daher, eine Leuchte für den Esstisch zu finden, die sehr gut den Raum durch indirektes Licht und den Tisch selbst durch Licht nach unten beleuchtet. Diese Esstischleuchte bzw. ihre Lichtverteilung ist der Dreh- und Angelpunkt des Lichtkonzepts. Darüber hinaus wollte ich vor allem wohnliche Leuchten verwenden. Die Deckenleuchte im Wohnzimmer harmoniert mit ihrem Textilüberzug sehr gut mit einer Sofalandschaft und den überwiegend textilen Oberflächen in Wohnräumen.

Leuchte Romeo Soft
copyright by FLOS

Hersteller FLOS
Leuchte ROMEO SOFT S2
Leuchtmittel max. 150W Halogenlampe, E27-Sockel
Farbwiedergabe & Lichtfarbe Bei Verwendung der Halogenlampe ist die Farbwiedergabe (CRI 90-100) und die Lichtfarbe ca. 3000 Kelvin durch die Lichttechnik gegeben.
Bei Verwendung einer Energiesparlampe, 830 oder 827 verwenden (CRI 80, Lichtfarbe 3000 bzw. 2700 Kelvin).
Lichtstrom 2500 Lumen
Abstrahlung diffuse, breite  Abstrahlung mit indirektem Anteil

Die Esstischleuchte überzeugt durch die ausgewogene Verteilung von direktem und indirektem Licht. Ein echter Lichtdesign- und Leuchtenklassiker.

Leuchte AJ Royal
copyright by Louis Poulsen

Hersteller Louis Poulsen
Leuchte AJ Royal, Durchmesser 370mm
Leuchtmittel Die Leuchte gibt es mit E27-Sockel oder mit 2GX13-Sockel für ringförmige Leuchtstofflampe. Louis Poulsen empfiehlt auf der Firmen-Internetseite Lampen, jeweils aktuell an neue Produkte und Verbote angepaßt.
Farbwiedergabe & Lichtfarbe Bei Verwendung einer Halogenlampe ist die Farbwiedergabe (CRI 90-100) und die Lichtfarbe ca. 3000 Kelvin durch die Lichttechnik gegeben. Bei Verwendung einer Energiesparlampe oder LED-Lampe, unbedingt 930 oder 927 verwenden (CRI 90, Lichtfarbe 3000 bzw. 2700 Kelvin).
Lichtstrom 1800 Lumen
Abstrahlung breite  Abstrahlung mit indirektem Anteil

Als Tischleuchte habe ich eine Halogenleuchte mit Glasschirm von TOBIAS GRAU ausgewählt. Das Angebot an Tischleuchten ist sehr groß und hält für jeden Geschmack in unterschiedlichen Preisklassen etwas bereit.


copyright by TOBIAS GRAU

Hersteller TOBIAS GRAU
Leuchte ANNA TABLE
Leuchtmittel Halogenlampe 60 Watt, G9-Sockel
Farbwiedergabe & Lichtfarbe durch die Halogenlampe ist die Farbwiedergabe (CRI 90-100) und die Lichtfarbe ca. 3000 Kelvin bereits festgelegt.
Lichtstrom 790 Lumen
Abstrahlung gerichtetes Licht

Auch bei den Stehleuchten gibt es eine große Auswahl in unterschiedlichen Design, Formen und Farben. In der Simulation wurden zwei Stehleuchten KTRIBE F2 von Flos verwendet.

KTRIBE von FLOS
copyright by FLOS

Hersteller FLOS
Leuchte KTRIBE F2
Leuchtmittel max. 150W Halogenlampe oder 30W Energiesparlampe, jeweils E27-Sockel
Farbwiedergabe & Lichtfarbe Bei Verwendung der Halogenlampe ist die Farbwiedergabe (CRI 90-100) und die Lichtfarbe ca. 3000 Kelvin durch die Lichttechnik gegeben. Bei Verwendung der Energiesparlampe, 830 oder 827 verwenden (CRI 80, Lichtfarbe 3000 bzw. 2700 Kelvin).
Lichtstrom 2500 Lumen
Abstrahlung diffuse  Abstrahlung nach oben und nach unten

Am Regal wurden zwei Klemmleuchten angebracht, deren Lichtstrahl durch Drehen des Reflektors ausgerichtet werden kann.

Hersteller ARTEMIDE
Leuchte Tolomeo Micro Pinza LED oder Halogen
Leuchtmittel 8 Watt LED oder max. 60 Watt Halogen (E14-Sockel)
Farbwiedergabe & Lichtfarbe durch die Halogenlampe ist die Farbwiedergabe (CRI 90-100) und die Lichtfarbe ca. 3000 Kelvin bereits festgelegt; keine Angaben bei der LED-Variante
Lichtstrom simuliert mit Halogen 40W, 400 Lumen
Abstrahlung gerichtetes Licht

Die Leseleuchte stellt sicher, dass auf dem eng begrenzten Lesebereich die erforderliche hohe Helligkeit für gutes Lesen erreicht wird.

Leuchte JANE Floor
copyright by TOBIAS GRAU

Hersteller TOBIAS GRAU
Leuchte JANE FLOOR
Leuchtmittel Halogenlampe 60 Watt, G9-Sockel
Farbwiedergabe & Lichtfarbe durch die Halogenlampe ist die Farbwiedergabe (CRI 90-100) und die Lichtfarbe ca. 3000 Kelvin bereits festgelegt.
Lichtstrom 790 Lumen
Abstrahlung gerichtetes Licht, breit abstrahlend

Ihr Lichtdesign zum Selbermachen Zuhause

Wenn Sie Anregungen für Ihr eigenes Lichtdesign übernehmen wollen, sollten Sie sich die Größenverhältnisse im Vergleich zum gezeigten Wohn- Esszimmer ansehen. Je größer oder kleiner Ihr Raum ist, umso mehr oder weniger Licht ist erforderlich. Verwenden Sie bei der Abschätzung immer den Lichtstrom aller Leuchten im Raum, die Umrechnung in alte Glühlampenwerte verfälscht zu sehr und ist nicht zu empfehlen.

Neben der Raumgröße gehen die Oberflächen des Fußbodens, der Wände und der Zimmerdecke mit ein. Das gezeigte Beispiel wurde mit einem hellen Parkettboden, weißen Wänden und weißer Zimmerdecke simuliert. Dunkler Boden und dunklere Wände oder Zimmerdecke erfordern mehr Licht als im gezeigten Lichtdesign, weil dann weniger Licht reflektiert wird.

Wenn Sie weitere Leuchten mit ähnlichen oder denselben Eigenschaften suchen, dann sollten Sie immer den Lichtstrom und die Lichtverteilung vergleichen. Der Lichtstrom der verwendeten Leuchten wurde jeweils angegeben, die Lichtverteilungskurve immer dort, wo sie zur Verfügung stand. Diese Lichtverteilungskurven zeigen wohin wie viel Licht von dieser einen Leuchte abgestrahlt wird. Lichtverteilungskurven, die hier nicht gezeigt werden konnten, können Sie auf den Internetseiten oder Katalogen der Hersteller nachsehen. Gleich wären zwei Leuchten, wenn die Lichtverteilungskurven übereinander gelegt identisch wären. Das wird kaum der Fall sein, aber auch sehr ähnliche, bis auf 10-20% abweichende Lichtverteilungskurven geben als Näherung  vergleichbare Ergebnisse.

Betrachten Sie bei der Auswahl einer Leuchte auch immer gleich die Lichttechnik. Also z.B. ob es die Leuchte mit LED-Technik oder Energiesparlampentechnik mit den geforderten Werten für Lichtfarbe und Farbwiedergabe gibt. Und ob es z.B. Halogenlampen für die Leuchte auch zukünftig noch geben wird. Bei den meisten der hier verwendeten Leuchten sind Standardschraubsockel E27 oder E14 verwendet worden. Für diese gibt es bereits alle Arten von Lampen in Halogen-, LED- und Energiesparlampentechnik. Die LED-Technik entwickelt sich noch weiter und wird immer besser, die Halogenlampen werden nach und nach verschwinden. Doch zumindest hat man bei diesen Leuchten immer die Möglichkeit, eine moderne und energiesparende Lampe zu kaufen, wenn die alte defekt ist.